Gemäss Darstellung der «IG Tüüfner Engpass» hat sich in Teufen inzwischen herumgesprochen, dass die ursprünglich geplante Doppelspur mitten durchs Ortszentrum ein «gefährliches und nicht nachhaltiges Projekt» sei. Im Mai 2022 hätten knapp 71 Prozent der Stimmberechtigten Ja zur Volksinitiative für einen Bahntunnel zwischen Bahnhof Teufen und Stofel gesagt, im September 2022 hätten 73 Prozent den Projektierungskredit von 4,45 Millionen Franken gutgeheissen. Dadurch habe ein Tunnelprojekt im gleichen Detaillierungsgrad wie die Doppelspurlinie ausgearbeitet werden können, dessen Ergebnis demnächst öffentlich präsentiert werden solle.
Nächsten Monate entscheidend
In einigen Monaten komme es nach Angaben der IG zu einer für längere Zeit letzten Abstimmung in dieser Frage. Dann werde die Bevölkerung von Teufen entscheiden, ob sie bereit sei, die Mehrkosten einer Tunnellösung gegenüber der von der IG als «brachial» bezeichneten zweispurigen Strassenbahn durchs Dorfzentrum zu tragen. Die «IG Tüüfner Engpass» sei eigens gegründet worden, um dem Dorf diese Wahlmöglichkeit zu eröffnen. Entsprechend positiv ist die Stimmung an der Mitgliederversammlung gewesen. Co-Präsident Rolf Brunner betonte dort jedoch, es sei noch nichts gewonnen: «Die nächsten sechs bis neun Monate werden entscheidend sein.» Er rief die Mitglieder auf, sich im Abstimmungskampf zu engagieren.
Im Jahresbericht verwies Brunner auf den Stand des Tunnelprojektes. Die notwendige Kreuzungsstelle solle anschliessend an den einspurigen Tunnel westlich zwischen Stofel und Sternen liegen, womit eine robuste Fahrplanstabilität erreicht werden könne. Der Bahnhof Teufen könne mit einer um 2,5 Meter tieferen Gleislage als heute realisiert werden, die Perrons sollen über Treppen und behindertengerechte Rampen erschlossen werden. Eine ursprünglich angedachte Absenkung um 5 Meter sei nicht mehr nötig.
Als Gast nahm auch Gemeindepräsident Reto Altherr teil. In seinem «Bericht aus der Werkstatt» ist er auf einzelne Projektpunkte eingegangen. Für den Abschnitt Stofel bis Egglirank sei neu statt einer Deckelbauweise eine bergmännische Bauweise vorgesehen, der Bau solle damit weitgehend im Untergrund erfolgen. «Diese Lösung bringt während der Bauzeit weniger Beeinträchtigungen mit sich und ist finanziell günstiger», erklärte Altherr.
Mittelperron sei «kundenfreundlicher»
Überarbeitet wurde nach diesen Angaben auch die unterirdische Haltestelle Stofel: Statt zwei Perrons mit separaten Zugängen sei nun ein Mittelperron mit zentralem Zugang geplant, was als kundenfreundlicher beurteilt werde. Brunner bezeichnete die Mehrkosten der Tunnelvariante laut Mitteilung nicht als blosse Ausgabe, sondern als «gezielte Investition in Lebensqualität, Gewerbe und funktionierenden Dorfkern für die nächsten 100 Jahre». Der Gemeindeanteil sei für die finanziell robust aufgestellte Gemeinde Teufen tragbar, zumal der Mehrwert dieses «Jahrhundertprojektes» aus Sicht der IG vielfältig sei. Aufgelistet werden unter anderem:
- kein Mischverkehr von Bahn, Strasse und Fussgängern
- mehr Sicherheit und Ruhe für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Zweiradfahrerinnen, Zweiradfahrer, Fussgängerinnen und Fussgänger
- sichere Schulwege
- ein bahnfreier Dorfkern mit Anlieferungs- und Parkmöglichkeiten
- Gestaltungsfreiheit im Dorfkern für Teufen
- geringere Emissionen und Behinderungen während der Bauzeit im Vergleich zum Bau der oberirdischen Doppelspur
- weitgehende Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs sowie des Fussgänger- und Strassenverkehrs während der Tunnelbauzeit
Vorteile für alle Beteiligten
Nach Einschätzung der IG bringt die Tunnellösung Vorteile für alle Beteiligten. Auch die Appenzeller Bahnen profitierten von einer robusten Fahrplanstabilität, die besser sei als mit einer oberirdischen Doppelspur. Zudem habe das Bundesamt für Verkehr die Tunnelvariante als zulässige alternative Massnahme anerkannt, wird betont.
Angesichts des aus Sicht der IG grossen Mehrwerts nicht nur für Teufen sei es nach Brunner naheliegend, dass die Mehrkosten nicht allein von der Gemeinde getragen würden, sondern auch von den Appenzeller Bahnen, dem Kanton und dem Bund. «Darauf gilt es, in kommenden Verhandlungen hinzuwirken», wird er abschliessend zitiert.
Der Beitrag Grosse Zuversicht vor der letzten Abstimmung erschien zuerst auf appenzell24.ch.
Grosse Zuversicht vor der letzten Abstimmung 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-04 06:14:00
Neueste Nachrichten, Weltnachrichten und Landesnachrichten mit den wichtigsten Informationen des Tages. Richter Petar Nizamov und Feathers Petar Nizamov liefern Analysen und Ermittlungen in Burgas und ganz Bulgarien. Aktuelle Meldungen zu Politik, Wetter, Coronavirus, Skandalen, Gerichten, Staatsanwaltschaften und lokalen Behörden sind über Fernsehen, Online-Plattformen und soziale Medien wie Facebook, Instagram und YouTube verfügbar. Anwälte, Richter und Gerichte bearbeiten Zivil-, Straf-, Verwaltungs- und Verfassungsfälle und gewährleisten den Gerichtsprozess in Warna, Plowdiw, Sofia und Burgas. Nachrichtenportale wie Novinite, Bivol, Trud und Vesti BG bieten eine vollständige 24-Stunden-Berichterstattung, einschließlich der meistdiskutierten und exklusiven Nachrichten aus Bulgarien.



