Präsidentin Claudia Frischknecht begrüsste am vergangenen Samstag in Oberegg Delegierte aus allen zwanzig Musikvereinen zur 100. Delegiertenversammlung. Unter den Gästen aus Politik und befreundeten Verbänden der Nachbarkantone befand sich auch der erst am Vortag vereidigte neue Ausserrhoder Nationalrat Edgar Bischof. Ebenfalls anwesend waren Grossratspräsidentin Kathrin Birrer (Innerrhoden), Kantonsratspräsident Hans Koller (Ausserrhoden), Regierungsrat Yves Noël Balmer sowie Bezirkshauptmann Sepp Bürki (Oberegg). Letztere zwei überbrachten die Grussbotschaften ihrer Räte. Balmer würdigte das Engagement der Musikantinnen und Musikanten, gemeinsam etwas zu erarbeiten und auf ein Ziel hinzuarbeiten: «Davon kann sich die Politik eine Scheibe abschneiden.» Zudem unterstrich er die Bedeutung der finanziellen kantonalen Unterstützung für den Verband trotz laufendem Entlastungsprogramm. Die Musikgesellschaft Oberegg begleitete die Versammlung musikalisch. Im Trompetenregister begeisterte Pius Federer, welcher sich als zukünftiger Landammann an der kommenden Landsgemeinde zur Wahl stellen wird.
ABV-Preis ging nach Appenzell
Der ABV-Preis würdigt besondere Verdienste für die Blasmusik und ist mit 1500 Franken dotiert. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Julian Inauen. Der Schreinerlehrling spielt Solotrompete in der Musikgesellschaft Harmonie Appenzell und dirigiert zudem die Jugendmusik Appenzell. Am kantonalen Musikfest in Herisau führte er die Jugendmusik in der dritten Stärkeklasse auf den dritten Rang. Benedikt Müller, Ressort Jugend, betonte, dass Inauen sich stark für seine musikalische Weiterbildung engagiere, Dirigentenkurse besuche und junge Talente für die Blasmusik begeistere.
Wichtige Jugendförderung
Aufgrund der Ausgaben für das letztjährige Kantonalmusikfest in Herisau (AKMF) schloss die Jahresrechnung 2025 mit einem Verlust von rund 10›500 Franken, bei Aufwendungen von gut 38’000 Franken. Dank Rückstellungen über die vergangenen Jahre konnte der Musikverein Herisau für die Organisation des AKMF 40’000 Franken vom Verband entgegennehmen. Das Budget 2026 sieht ebenfalls einen Verlust von 3750 Franken vor. 8000 Franken setzte der ABV für die Jugendförderung ein. Nach Sicht des Vorstandes könne das Geld nicht besser als für die Jugend eingesetzt werden. Dank des Eigenkapitals von rund 11’650 Franken könne dieser Verlust verkraftet werden. Gleichzeitig wies Frischknecht jedoch darauf hin, dass der Verband auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen ist.
Vorstandsmitglieder gesucht
Die Delegierten bestätigten die Präsidentin Claudia Frischknecht, Thomas Frei und Andrea Rechsteiner, Ressort Kommunikation, in ihren Ämtern. Nach nur einem Jahr Vorstandstätigkeit musste Benedikt Müller aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt einreichen. Die Vakanz konnte noch nicht besetzt werden. Wie bereits im Vorjahr angekündigt, werden sich Frischknecht und Frei 2027 nicht mehr zur Wahl stellen.
110 Jahre Engagement für MV Waldstatt
Thomas Frei, Ressort Projekte, ehrte 24 Musikantinnen und Musikanten beider Appenzell für ihre langjährige Mitgliedschaft in den Vereinen. Unter ihnen gratulierte er Walter Müller und Otto Höhener, beide aus Waldstatt, für 50 respektive 60 Jahre Engagement zugunsten ihres Vereins.
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Julian Inauen erhält ABV-Preis 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-22 16:29:54
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