Gestartet wurde bei Frühlingshaften Temperaturen in La Veduta am Julierpass. In knapp vier Stunden stieg die Gruppe über die Fuorcla d’Agnel auf 2882 Meter über Meer zur SAC-Jenatschhütte auf. Die Jenatschhütte ist die höchstgelegene SAC-Hütte in Graubünden, sie liegt auf 2652 Meter über Meer – ein idealer Ausgangspunkt für leichtere und schwierige Skitouren.
Am zweiten Tag waren der Piz d’Agnel (3204 Meter über Meer) und der Tschima da Flix (3301 Meter über Meer) das Ziel. Der Piz d’Agnel ist ein allseitig schroff abfallender Gipfel. Er kann jedoch von der Fuorcla da Flix über einen mässig steilen, etwas ausgesetzten Hang erreicht werden und kann gut mit einer Besteigung der Tschima da Flix kombiniert werden. Auf beiden Gipfeln konnte man bei herrlichem Wetter die weitreichende Aussicht vom Bernina bis zum Monte-Rosa-Massiv bestaunen.
Am dritten Tag war der Piz Calderas (3396 Meter über Meer) das Ziel. Wegen den warmen Temperaturen wurde früh gestartet. Der Piz Calderas ist der höchste Berg im Err-Gebiet. Am Schluss wurde der Aufstieg immer steiler und zuletzt wurde zu Fuss mit Pickel und Steigeisen zum Gipfel aufgestiegen.
Der vierte Tag stand im Zeichen eines Hüttenwechsel. Aufgestiegen wurde Richtung Piz Laviner. Auf einem namenlosen Übergang östlich des Gipfels machte sich die angekündigte Wetterstörung bemerkbar. Von Norden drückten ein paar Wolken und verschlechterten die Sicht für die lange Abfahrt hinunter durch das Val Mulix nach Preda. Weiter ging es mit dem Zug und der Seilbahn hinauf auf die Diavolezza (2978 Meter über Meer).
Am letzten Tag stand mit dem Piz Palü (3899 Meter über Meer) der Höhepunkt bevor. Nach einer ruppigen Abfahrt auf den Persgletscher hinunter begann man den Aufstieg. An einer geeigneten Stelle musste ein Weg durch den eindrücklichen Cambrena-Eisbruch gefunden werden und über den steilen Nordhang wurde die Ostschulter erreicht. Hier wurde ein Skidepot erstellt und für den Schlussaufstieg waren Steigeisen und Pickel notwendig. Über den steilen und am Schluss sehr schmalen Grat ging es zum Ostgipfel auf 3883 Meter über Meer. Von der fünfköpfigen Gruppe gingen vier noch weiter zum Hauptgipfel des Piz Palü auf 3899 Meter über Meer. Um die Mittagszeit konnte man einander zum erreichten Gipfel gratulieren. Über den Grat ging es zurück zum Skidepot. Nun stand eine lange Abfahrt über den Pers- und Morteratschgletscher bevor. Im oberen Teil der Abfahrt konnte man guten Pulverschnee geniessen, bevor der Schnee dann immer nasser wurde.
Zum Abschluss konnte man im Restaurant Morteratsch bei kühlen Getränken auf fünf schöne Tourentage zurückblicken, Tage mit mehrheitlich gutem Schnee, schönem Wetter und sicheren Lawinenverhältnissen.
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Eisenbahner Wanderfreunde auf dem Piz Palü 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-14 16:51:00
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