Am Wahlsonntag vom 12. April 2026 fanden in insgesamt der Hälfte der Gemeinden (Hundwil, Stein, Bühler, Gais, Trogen, Rehetobel, Wald, Grub, Heiden und Lutzenberg) kommunale Wahlen statt. Es wurden Räte sowie Geschäftsprüfungskommissionen komplettiert − sofern genügend Kandidaturen vorhanden waren und dies damit gelang.
Bühler: Kein GPK-Präsidium
Entsprechend hätte morgen in Bühler ein zweiter Wahlgang für die Besetzung des Präsidium der Geschäftsprüfungskommission (GPK) stattfinden können, weil vor vier Wochen niemand das absolute Mehr von damals 28 Stimmen erreichte. Das beste Resultat mit 24 Stimmen erzielten die GPK-Mitglieder Lukas Joller und Renée Lechner mit 24 beziehungsweise 11 Stimmen. 22 Stimmen erreichten Vereinzelte.
Beide GPK-Mitglieder sind gemäss Gemeindepräsident Jürg Engler nicht am Vorsitz interessiert und somit findet morgen im Büler kein Wahlgang statt.
Rehetobel: Immer noch eine Vakanz
Einer der beiden seit rund zwei Jahren verwaisten Sitze im Gemeinderat Rehetobel wurde am 12. April 2026 durch den einzigen Kandidaten besetzt. Morgen hätte die verbliebene Lücke in der kommunalen Exekutive gefüllt werden sollen, doch bis zum 15. April 2026 um 24 Uhr gingen keine Kandidaturen für einen zweiten Wahlgang ein. Somit bleibt ein Sitz im Gemeinderat vakant.
Wald: In «stiller Wahl» gewählt
Ohne eine Kandidatur und entsprechend auch ohne Ergebnis verlief die «Wahl» in den Gemeinderat von Wald. Immerhin begaben sich dennoch 32 der 648 stimmberechtigten Personen an die Urne, 24 Wahlzettel hätten in Betracht gezogen werden können.
Dennoch ist der durch den Rücktritt von Gemeinde-Vizepräsidentin Enza Welz frei werdende Platz inzwischen besetzt. «Innert Frist wurde eine Kandidatur (…) angemeldet. Stehen im zweiten Wahlgang gleich viele Kandidaten oder Kandidatinnen zur Wahl, wie Behördenmitglieder zu wählen sind, so gelten die zur Wahl stehenden Personen ohne Wahlakt als gewählt (stille Wahl). Entsprechend schaffte Andrea Giezendanner-Raschle (Obergaden 702) ohne Anstrengung den Sprung in den Gemeinderat. Gemäss Mitteilung ist sie «in der Gemeinde gut vernetzt und Mitglied der Heimkommission».
Grub: Zwei Sitze bleiben vakant
Weniger gut sieht es in der Grub aus: Weil im ersten Wahlgang zwei Gemeinderatssitze vakant blieben und sich keine Personen für die beiden Sitze finden liessen, gibt es nun keinen zweiten Wahlgang. Hätte es rechtzeitig zwei Kandidaturen gegeben, wäre es zu einer stillen Wahl gekommen, wie Gemeindeschreiber Norbert Hilber gestern am Telefon mitteilte. Bei mehr als zwei Interessierten hätte sogar das relative Mehr gereicht, doch niemand will in der Grub das amtierende Septett unterstützen.
Lutzenberg: GPK-Präsidium bleibt offen
Im ersten Wahlgang vom 12. April 2026 scheiterte die Wahl eines neuen GPK-Präsidiums, wofür ein absolutes Mehr von 28 Stimmen nötig gewesen wären. 12 Stimmen gingen an Stefan Althaus, 11 an Sandro Barmettler, 9 an Reinhard Goerge, 25 an Vereinzelte. In der Mitteilung der Gemeinde hiess es vor knapp vier Wochen, dass die Ergänzungswahl fürs Präsidium der GPK erst stattfinde, wenn sich Interessenten gefunden haben. Dies geschah bisher nicht. Das bestätigte Gemeindepräsident Rudolf Gantenbein gestern auf Anfrage. Somit haben Lutzenbergerinnen und Lutzenberger morgen einen freien Abstimmungstag.
Am 14. Juni 2026 Ersatzwahl in Gais
Katja Pantaleo, Vize-Gemeindepräsidentin und Mitglied des Gemeinderates Gais, tritt Ende Monat aus dem Gemeinderat zurück. Der Entscheid erfolgte nach neun Jahren Tätigkeit im Gemeinderat und im Anschluss an den intensiven Wahlkampf um das Gemeindepräsidium. Ihre Ersatzwahl wurde auf den 14. Juni 2026 festgelegt. Dieser Termin ist der dritte Wahlsonntag für kommunale Sitze in Ausserrhoden.
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Wahlsonntag in Ausserrhoden fällt aus 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-09 07:08:57
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