Heftige Regenfälle und Gewitter haben auf der griechischen Insel Kreta Überschwemmungen ausgelöst und Schäden verursacht. Menschen steckten in ihren Autos fest, Touristen mussten evakuiert werden. Eine deutsche Urlauberin wurde auf Rhodos von einem Blitz getroffen und verstarb.
Mehr als 22.000 Blitze wurden in der südlichen Ägäis registriert. Nach Angaben von Meteorologen im Raum Rethymno fielen bis zu 500 Liter Regen pro Quadratmeter. In den kommenden Stunden sollen die heftigen Regenfälle langsam abklingen.58-Jährige verstorbenDurch die Überschwemmungen wurden einige Autos und Bäume ins Meer gespült. Andernorts waren Straßen durch angespültes Geröll unpassierbar. Auf Rhodos war am Freitag eine deutsche Urlauberin von einem Blitz getroffen worden. Die 58-Jährige starb, ihr Ehemann wurde leicht verletzt. Auf Kreta wurden weite Teile der landwirtschaftlichen Produktion zerstört und zahlreiche Straßen von den Wassermassen unterspült. Viele Häuser wurden beschädigt.23 Menschen saßen in Autos festAuf der Straße zwischen Ierapetra und Sitia steckten wegen der Überflutungen 23 Menschen in ihren Autos fest, wie der Fernsehsender ERT berichtete. Drei Touristen und ihr Taxifahrer wurden im Auto von einem Sturzbach fortgerissen, sie konnten aussteigen und sich in Sicherheit bringen, als das Taxi an einer Böschung hängenblieb.In dem bei Touristen beliebten Hafen Canea beschädigten riesige Wellen Restaurants und andere Treffpunkte von Touristen an der Strandpromenade.Die Zivilschutzbehörde rief die Bewohner mehrerer Orte auf, höher gelegene Gebiete aufzusuchen. Der stellvertretende Gouverneur der Region Heraklion, Nikos Syrigonakis, teilte mit, Hilfsdienste seien dabei, kleine Erdrutsche zu beseitigen und Straßen von Geröll zu befreien. Sie seien weiter in Alarmbereitschaft und behielten die Pegel von Bächen und Flüssen im Blick.Ausflügler in Schlucht gefangenIn der Samaria-Schlucht, einem beliebten Ausflugsziel für Kreta-Urlauber, steckten acht Mitarbeiter des Nationalparks wegen der starken Regenfälle fest, wie ANA weiter berichtete. Nach Angaben der Behörden waren sie jedoch an einem sicheren Ort. „Die Situation ist voll unter Kontrolle. Sie haben etwas zu Essen und Medikamente und sind an einem warmen Ort, aber der Flusspegel erlaubt es nicht, dass sie den Ort verlassen“, sagte der für den Zivilschutz zuständige Vize-Gouverneur der Region, Giorgos Tsapakos, der Nachrichtenagentur ANA.Von Freitag bis Samstagnachmittag fielen im Gebiet Canea 420 Millimeter Regen, wie es auf der Website des nationalen Observatoriums in Athen hieß. Hinzu kamen Windstärken von acht bis neun auf der Beaufort-Skala.
Mehr als 22.000 Blitze – Starke Unwetter auf Kreta: Touristen evakuiert 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-10-04 08:32:32
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Sfentyli village in Crete submerged by Aposelemis Reservoir waters following heavy rains IUSTITIA
