Nächster schwerer Dämpfer für die heimische Wirtschaft: Der Grazer Antriebsspezialist AVL List muss neuerlich Personal abbauen. Nachdem bereits Anfang des Jahres in der steirischen Landeshauptstadt 350 Jobs wegfielen, werden nun weitere 180 Stellen gestrichen.
In der deutschen Automobilindustrie jagt eine Hiobsbotschaft die nächste. Von VW über Mercedes, Porsche und BMW – alle großen Produzenten müssen mehr als schmerzhafte Einschnitte vornehmen. „Vor diesen Entwicklungen können wir uns einfach nicht verschließen. Wir müssen auf das, was sich in Europa in den letzten Wochen und Monaten abspielt, einfach reagieren“, stellt AVL-Unternehmenssprecher und -Personalvorstand Markus Tomaschitz klar.Deshalb wurden nun weitere 180 Mitarbeiter von AVL in Graz beim AMS vorgemeldet. Betroffen davon sind sämtliche Bereiche, vom Engineering über Messtechnik und Simulation bis zur Verwaltung. „Das sind Maßnahmen, die uns wahnsinnig wehtun, die aber in der aktuellen Situation einfach unumgänglich sind“, zeigt sich Tomaschitz im „Krone“-Gespräch hörbar betroffen.Stellenabbau auch bei AVL DeutschlandBereits im Vorjahr musste der steirische Leitbetrieb 450 Stellen abbauen, Anfang des Jahres folgten weitere 350. Auch in Deutschland, wo AVL an elf Standorten mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt, wird Personal abgebaut, konkrete Zahlen dazu kann Tomaschitz aktuell aber noch nicht nennen. Im Grazer Headquarter zählt das Unternehmen nach wie vor rund 3000 Beschäftigte, weltweit arbeiten mehr als 12.000 Menschen für den Konzern.
Reaktion auf Autokrise – 180 Jobs weg: AVL muss in Graz weiter abbauen 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-31 08:43:46
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