Verbandspräsident Markus Strässle vom Hotel und Restaurant Chäseren in Schönengrund blickte auf ein erfolgreiches Verbandsjahr zurück, das aber auch seine Schwierigkeiten bot – den Fachkräftemangel etwa und höhere Energiekosten, Änderungen im Freizeitverhalten und in der Ausgehkultur. Die Herausforderungen werden bleiben, meinte er, zeigte sich aber überzeugt, dass die Gastronomie in Ausserrhoden eine Zukunft hat. Die zentralen Elemente dafür seien echte Regionalität und authentische Gastfreundschaft, Qualität und Tradition. Die gute Zusammenarbeit in der Branche helfe da. Wichtig sei aber auch die Zusammenarbeit mit dem Tourismus und den Behörden: «Wir müssen die Stärken der Region gemeinsam nutzen.»
Digitalisierung hilft mit
Die Digitalisierung – von Online-Reservationen bis hin zu modernen Kassensystemen – hilft ebenfalls mit. Sie hielt 2025 verstärkt Einzug in die Appenzeller Gastronomie, sagte Markus Strässle. Damit werden die Abläufe effizienter und die Gästekommunikation verbessert. Letztere beginnt heute beim ersten Klick im Internet, bei den ersten Fotos vom Gastbetrieb, die der interessierte Gast sieht. Deshalb bietet Gastro Appenzellerland seinen Mitgliedern auch die Dienste eines Profifotografen zu einem ermässigten Preis an.
Um die Mitarbeitenden für den digitalen Wandel fit zu machen, werden von Gastro Appenzellerland AR gezielte Schulungen und E-Learning-Angebote sowie kantonal geförderte Kurse zu digitalen Grundkompetenzen angeboten. Praxisnahe Trainings helfen, technische Hürden abzubauen und die Digitalisierung als echten Fortschritt zu nutzen.
Plädoyer für wenig Regulierungen
Weitere Einblicke in die Situation der Ausserrhoder Gastronomie und ihre Perspektiven boten an der Generalversammlung vom Montag die verschiedenen Grussworte von Partnern. Der Ausserrhoder Bau- und Volkswirtschaftsdirektor Dölf Biasotto etwa hielt ein kurzes Plädoyer für eine liberale, praktikable Gesetzgebung: Es gebe politische Tendenzen, die Gesetzgebung für die Gastronomie schärfer zu formulieren. Der Regierungsrat sei hier dagegen. Damit verbunden war ein Lob des Appenzellerlandes: «Man schwatzt nicht lange herum, machts einfach und wenn’s nicht klappt, probiert man etwas Anderes. Das gefällt mir am Appenzellerland.» Wichtig ist für ihn aber auch die gemeinsame Positionierung des Appenzellerlandes im Bereich Tourismus und Gastronomie. Für eine erfolgreiche Zukunft müsse man die Kräfte bündeln, ohne die Vielfalt zu verlieren. Zusammenarbeit sei wichtig, kein Selbstzweck.
Daniel Lehmann, Leiter des Ausserrhoder Amtes für Wirtschaft, verwies etwa auf die private Initiative «Rettet die Dorfbeiz», die kürzlich an das Amt herangetragen worden sei: Mit zentralen Diensten etwa in den Bereichen Einkauf, Buchhaltung und Technik will sie Gastrobetrieben in ländlichen Regionen helfen, weiter zu existieren. Die Wirtsleute sollen wieder mehr Zeit für ihre Gäste haben. Die Arbeit an diesem Projekt läuft erst an, Ausserrhoden ist interessiert. Gerade aus Sicht seines Amtes ist die Gastronomie auch ein wichtiger Anbieter von Ausbildungsplätzen. Und eben: Was man hier lerne, sei auch im Leben hilfreich. Lehmann formulierte es pointiert: «Man lernt, immer freundlich zu bleiben, Druck auszuhalten und drei Dinge gleichzeitig zu erledigen.»
«Alle müssen mitziehen»
Stichwort Zusammenarbeit: Die beiden Appenzeller Tourismusverbände arbeiten seit dreieinhalb Monaten enger zusammen. Zwei Verbände mit gemeinsamen Interessen, aber auch unterschiedlichen Strukturen, Prioritäten und Erwartungen. Guido Buob, Geschäftsführer der gemeinsamen Geschäftsstelle «Appenzellerland Tourismus», zeigte sich in seinem Grusswort zuversichtlich, verhehlte aber nicht, dass das Ganze Zeit braucht, und Diskussionen. Bis alles steht, von der gemeinsamen Website bis zum Broschürensortiment, werde es drei Jahre brauchen, Fehler und Pannen seien dabei unvermeidlich. Vor allem aber: «Die Geschäftsstelle allein nützt nichts. Alle Leistungsträger und Behörden müssen mitziehen, müssen sagen: ‹Das wollen wir erreichen.›» Für den neuen Tourismusverband müssen die Mitglieder von Gastro Appenzellerland AR keinen separaten Partnerbetrag von 200 Franken mehr ausrichten, insbesondere für die Online-Präsenz beim Appenzellerland Tourismus. Der Verband übernimmt das, mit einer Jahrespauschale von 4000 Franken.
Der Beitrag Gastronomen wollen «Stärken gemeinsam nutzen» erschien zuerst auf appenzell24.ch.
Gastronomen wollen «Stärken gemeinsam nutzen» 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-22 14:35:00
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