Der Präsident des Appenzeller Tierschutzvereins, Robert Di Falco, berichtete an der diesjährigen Hauptversammlung in der Hechtremise in Teufen nach der Begrüssung im Besonderen über den ersten Katzenkastrationstag im Appenzellerland, welcher sich auch in Zukunft als erfolgreiches Projekt für die Gesundheit der Hofkatzen in beiden Appenzell erweisen könnte. Er würdigte die Arbeit aller Beteiligten, insbesondere die des Vereinsteams, welches gerade für dieses Projekt Ausserordentliches geleistet habe. Der Zusammenarbeit zwischen den Organisationen, «NetAP», Schweizer Tierschutz (STS) und der Schulgemeinde Stein sei es mitunter zu verdanken, dass diese Aktion erfolgreich über die Bühne gegangen sei. Dass sich aus der Aktion Fälle von grösseren Tierschutzverstössen zeigten, konnte nicht vorhergesehen werden, so der Präsident in seinem Bericht an die Versammlung.
Di Falco betonte, dass die immer komplexer werdenden Tierschutzfälle der rechtlichen Prüfung standhalten müssten, um den Vollzug erfolgreich zu garantieren. Auch wenn sich die Schweiz mit dem strengsten Tierschutzgesetz auszeichnen möchte, hapere der Vollzug in vielen Fällen. Bekannte Beispiele wie Ramiswil SO und Hefenhofen TG müssten im Appenzellerland vermieden werden. Di Falco machte deutlich, dass die beschränkten Befugnisse von gemeinnützigen Vereinen Lücken im Vollzugssystem provozierten, und dass kommunale und kantonale Hilfestellungen nötig seien, um bessere Tierschutzkontrollen und einen lückenlosen Vollzug zu gewährleisten.
Mutationen im Vorstand
In diesem Jahr musste der Appenzeller Tierschutzverein Abgänge verkraften. Sara Roderer, Katherine Timmel Zamboni und Präsident Robert Di Falco ziehen sich aus dem Vereinsgeschäft zurück. Die Arbeit des Vorstands und des gesamten Teams ist gebührend gewürdigt worden. Nach der offiziellen Verabschiedung der abtretenden Vorstandsmitglieder wurden Claudia Schiess als Präsidentin ad interim und Carmen Zingg als Vizepräsidentin gewählt. Di Falco blickt auf erfolgreiche, bewegende Vereinsjahre zurück. Der Präsident konnte nach acht Jahren Vorstandsarbeit und fünf Jahren Präsidentschaft eine positive Bilanz ziehen und wurde einstimmig von den Mitgliedern und vom Vorstand zum Ehrenmitglied gewählt.
In seiner Rede äusserte der Präsident Besorgnis über die aktuellen moralischen Entwicklungen und die Vorherrschaft der Macht des Stärkeren in der Gesellschaft. Empathie sei nicht als Schwäche oder Defizit zu akzeptieren, sondern gerade in heutigen Zeiten eine notwendige Haltung, um den Schwächsten der Gesellschaft, den Tieren, eine Stimme zu geben. «Tierschutz ist mehr als bloss Tierversorgung, Tierschutz ist ein kultureller Gegenentwurf zur Gleichgültigkeit», sagte Di Falco.
Kooperation intensivieren
Eva Suhner, Vizepräsidentin des Schweizer Tierschutzes, konnte den Mitgliedern in Teufen mit ihrem Gastbeitrag den Dachverband und dessen Reformprozesse näherbringen. Suhner lobte die Arbeit der 70 Sektionen und präsentierte die strategischen Ziele des Dachverbandes STS. Weiter erläuterte sie den aktuellen Wandel in der grössten Tierschutzorganisation der Schweiz. Di Falco würdigte die Zusammenarbeit mit dem STS und blickte positiv in die Zukunft und die Zusammenarbeit des STS mit der Sektion Appenzell. «Wir brauchen starke Partnerschaften. Sei es in rechtlichen oder weiteren unterstützenden Belangen.» Der STS intensiviere die Zusammenarbeit mit seinen Sektionen, wurde von der Gegenseite, sprich von Eva Suhner versichert.
Die Gäste und Mitglieder konnten sich im Anschluss an die Präsentationen an einem veganen Buffet verköstigen und den interessanten Abend gemeinsam ausklingen lassen.
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Regionaler Tierschutz erfährt nationale Unterstützung – Wechsel im Präsidium 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-03 07:32:32
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