Schon früh am Morgen herrschte beim Treffpunkt in Appenzell geschäftiges Treiben. Die Mitglieder der Frauen- und Müttergemeinschaft Appenzell (FMG) besammelten sich für einen Trip ins Fürstentum Liechtenstein und Bündnerland. Da war natürlich ein Spürchen Aufregung mit dabei. Kurz vor 7.30 Uhr bestiegen die über 80 Teilnehmerinnen die zwei Cars. Die beiden Chauffeure sorgten dafür, dass die Reisegruppe entspannt und sicher ihrem ersten Ziel entgegenfahren konnte.
Bauern-Zmorge auf dem Bangshof
Nachdem die «Grenze» zum Nachbarland Liechtenstein überquert worden war, wartete auf dem Bangshof in Ruggell ein reichhaltiger Bauern-Zmorge auf die Appenzellerinnen. Es durfte nach Herzenslust gegessen werden: Käse, Eier, Fleischwaren, frisches Brot, hausgemachte Konfitüren und weitere Köstlichkeiten sorgten für einen genussvollen Start in den Tag.
Der Bangshof wird heute bereits in der dritten Generation geführt. Was einst klein begonnen hatte, entwickelte sich dank viel Leidenschaft und Engagement zu einem beliebten Ort für Bauernfrühstücke und Begegnungen. Auf dem Hof in Ruggell wird mit der Natur und für die Natur gearbeitet. Auf dem Buffet und in den Regalen des Hofladens finden sich unzählige hausgemachte Spezialitäten: Konfitüren, Liköre, Sirup, Teigwaren sowie diverse Fleischprodukte wie Landjäger, Mostbröckli und Wurstwaren.
Spannende Einblicke bei «Kybun Joya»
Weiter ging die Fahrt für die FMG Appenzell nach Sennwald zur «Kybun Joya»-Gruppe. Dort erwartete die Innerrhoderinnen ein Blick hinter die Kulissen der bekannten Schweizer Schuhproduktion. Aufgeteilt in drei Gruppen, erhielten sie bei einem geführten Rundgang interessante Einblicke in die zahlreichen Arbeitsschritte, die hinter einem Paar hochwertiger Schuhe stehen. Die Frauen durften nicht nur erfahren, wie diese speziellen Schuhe entstehen, auch die besondere elastisch-federnde Luftkissentechnologie ist demonstriert worden. Dass die Idee des gesunden Gehens und Stehens mehr als nur ein Werbeslogan ist, wurde dabei anschaulich vermittelt. Beeindruckend, wie viel Entwicklung, Handarbeit und technisches Know-how in einem Schuh stecken!
Chur – Zeit zum Entdecken
Nach dem Besuch in Sennwald führte die Reise weiter nach Chur. Die älteste Stadt der Schweiz bot am frühen Nachmittag Gelegenheit zum gemütlichen Flanieren durch die Gassen, für einen Kaffee, einen Drink oder einen kleinen Imbiss, aber auch für einen Einkaufsbummel. So sichtete man da und dort ein Grüppchen Appenzellerinnen. Anschliessend hiess es, in die Geschichte der Bündner Kantonshauptstadt einzutauchen. Zwei Stadtführerinnen lotsten die Gruppen durch die historischen Gassen zu den sehenswerten Plätzen. Die Route führte vorbei am Verwaltungsgebäude der Rhätischen Bahn, an H. R. Gigers Skulptur «Torso mit langer Schädelform», am Kunstmuseum mit der herrschaftlichen Villa Planta und am modernen Erweiterungsbau von Barozzi/Veiga. Es ging entlang der alten Stadtmauern und durch das alte Stadttor bis zur beeindruckenden Kathedrale Sankt Mariä Himmelfahrt am Bischöflichen Hof. Spannende Geschichten, überraschende Details und Wissenswertes über die bewegte Vergangenheit der Stadt und des Kantons Graubünden liessen die Teilnehmerinnen Chur aus einer neuen Perspektive erleben.
Am späten Nachmittag mussten sich die Frauen wieder von Chur verabschieden. Die Cars nahmen Kurs auf Appenzell. Nach einem abwechslungsreichen Tag voll des Genusses, der Kultur, der interessanten Einblicke und des gemütlichen Beisammenseins traf die Reisegruppe wieder in Appenzell ein. Der Vereinsausflug der FMG hat einmal mehr gezeigt: Gemeinsam unterwegs zu sein, verbindet.
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Wenn Frauen auf Reisen gehen, wird es gesellig 2026
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